In der Galerie

18. Juli - 04. Oktober 2026

 

Axel Geis

 

"Schicksalsnacht, 

 Schicksalsnacht, 

 Schicksalsnacht!"

 

Ausstellungseröffnung am Samstag, den 18. Juli 2026 um 14:00
Eintritt frei

 

Axel Geis (geb. 1970, Limburg an der Lahn, lebt und arbeitet in Berlin, Deutschland) ist ein figurativer Maler, der für die außergewöhnliche Intimität seiner Werke gefeiert wird. Geis schafft seine Werke aus Reproduktionen wie Filmstills, Fotografien und online bezogenen Bildern.

Rechts von der Frisierkommode, die in ein schwarzes Tuch gehüllt war, saß die Tochter der Mümmla. Sie hatte einen Tüllrock an und einen Kranz aus Papierblumen um ihren Haarknoten. Eine Weile betrachtete sie voller Interesse die Zuschauer, die unterhalb der Rampe in ihren Booten saßen, und begann dann schnell und unbefangen: „Sterb ich heut Nacht, obwohl mein unschuldig Herz gen Himmel laut flehet, wandelt das Meer sich in Blut und in Asche die blühende Flur. Wie eine Rose so lieblich, mit jugendlich zarter Gestalt, mähet ein grausames Schicksal mich roh und wütend darnieder.“ Plötzlich ertönte Emmas schrille Stimme aus den Kulissen:
„Schicksalsnacht,
  Schicksalsnacht,
 Schicksalsnacht!“

*Auszug aus: Tove Jansson; Die Mumins (5). Sturm im Mumintal, Seite 131

Eintritt: 5,- / 4,-

Sie wollen auch in der Galerie ausstellen? Sprechen Sie uns gerne an, wir beantworten Ihre Fragen oder Sie bewerben sich direkt unter mail @ tucholsky-museum.de

 

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Karten bei Tourist-Info Rheinsberg
(Tel.: 033931 34940) oder online Weblink hier

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Schicksalsnacht,
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Kurt Tucholsky war jüdischer Abstammung. Das Museum hat seit über 30 Jahren jüdische Themen bearbeitet, hat das Leben von Tucholskys in Auschwitz ermordeter Freundin Else Weil erforscht und dokumentiert, arbeitet seit Jahren mit dem Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk zusammen, hat die Verlegung von Stolpersteinen in Rheinsberg initiiert u.v.a.m. – ein klares Bekenntnis zum Existenzrecht von Juden und des Staates Israel ist uns wichtig als Teil unserer eigenen kulturellen Identität.